Ostbayern hat als Ausflugsziel einiges zu bieten

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Kultur

Bis heute finden sich in Ostbayern mehr Burgen als sonst in Deutschland: Manche mittelalterliche Burg ist in der Region zwar nur noch als Ruine erhalten, andere wie Burg Falkenstein trotzen dem Verfall und können besichtigt werden. Die ausgedehnten Fichtenwälder Ostbayerns haben außerdem die Bayerische Glasstraße entstehen lassen, denn sie lieferten mit Holz und Quarzsand die Rohstoffe für die ersten Glashütten. Mit rund 250 Kilometer Länge ist sie eine der schönsten Ferienstraßen Deutschlands. Wer sie abfährt, erfährt viel über die 700 Jahre alte Tradition der Glasherstellung, die auch immer Glaskunst war. Auf der Strecke, die von Neustadt an der Waldnaab bis nach Passau führt, präsentieren Glashütten, Galerien und Museen Wissenswertes rund um die traditionelle Handwerkskunst. Einige ostbayerische Unternehmen leben bis heute von der Tradition und exportieren bis in die Arabischen Emirate und die USA. Die Metropolen in Ostbayern heißen Regensburg, Landshut und Passau. Die Stadt Regensburg, einst vom römischen Kaiser Marc Aurel gegründet, hat bis heute ihr mittelalterliches Herz bewahrt. Die Regensburger Altstadt gehört zusammen mit Stadtamhof seit dem Jahr 2006 zum UNESCO-Welterbe. Landshut ist der Prototyp einer altbayerischen Stadt. Vor allem das Zentrum mit seinen Giebelhäusern, den bunten Schmuckfassaden, Erkern und Lauben ist ein besonderes Juwel. Die Drei-Flüsse-Stadt Passau, im italienischen Barockstil erbaut, kam früh mit ihrem Salzhandel zu Wohlstand und lädt, da sie an Österreich anschließt und nur 30 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt ist, zu Grenzüberschreitungen ein. Die bayerische Lebensart lässt natürlich auch in den übrigen ostbayerischen Städten Weiden, Neumarkt i.d.OPf., Dingolfing, Deggendorf, Straubing und Amberg hervorragend und authentisch erleben.

Natur
Zwischen dem Fichtelgebirge im Norden und der Donau im Süden erstreckt sich ein rund 230 Kilometer langes Waldgebiet – der nördliche Teil des Höhenzuges ist der Oberpfälzer Wald, der südliche Teil der Bayerische Wald. Ostbayern schließt auch den Bayerischen Jura mit ein. Stille Fluss- und Bachläufe, strahlende Jurafelsen sowie eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt sind charakteristisch für dieses Landschaftsgebiet.
Mit dem Böhmerwald bildet der Bayerische Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas. Wanderer können in Ostbayern zwischen vier Fernwanderwegen wählen. Der Bekannteste ist der Goldsteig: 660 Kilometer lang und zwischen Marktredwitz und Passau gelegen, ist er als zertifizierter Qualitätsweg unter den „Top Trails of Germany“ gelistet. Ostbayern beherbergt zudem die größte E-Bike-Region Europas. Der Bayerische Wald und das Bayerische Golf- und Thermenland setzen auf die umweltbewusste Ergänzung zum klassischen Fahrrad und verfügen über ein gut ausgebautes Netz an Verleih- und Akku-Ladestationen.

Wer es gerne etwas geruhsamer angeht, der findet sein Wohlfühlprogramm im Bayerischen Golf- und Thermenland: Kurorte und Heilbäder wie Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach sowie die Donau-Bäder Bad Gögging und Bad Abbach setzen auf Gesundheitsurlaub. Die beliebten Heilbäder blicken auf eine lange Tradition zurück und haben ihre Hotels wie ihr Angebot behutsam an die modernen Ansprüche herangeführt.

Kulinarik
Der Oberpfälzer Wald besitzt etliche geschützte und zertifizierte Produkte, die es weltweit nur hier gibt. Ein solches Markenzeichen ist der Zoigl, das ungefilterte und untergärige Traditionsbier aus dem Oberpfälzer Wald. Von der Dorfgemeinschaft im Kommunbrauhaus gebraut, wird es exklusiv in Zoiglstuben ausgeschenkt. Wer einen frisch gezapften Zoigl genießen möchte, hält Ausschau nach dem „Bierzeigl“, einem an einer Stange befestigten sechszackigen Stern. Er zeigt an, in welcher Zoiglstube das Bier gerade ausgeschenkt wird. Zum Bier kann man sich eine weitere Delikatesse der Region bestellen: fangfrischen Karpfen. Der Landkreis Tirschenreuth ist als „Land der Tausend Teiche“ bekannt. Hier, im ältesten Teichzuchtgebiet Europas mit rund 6.900 Teichen, werden seit etwa 1.100 Jahren Fische gezüchtet, verarbeitet, verkauft und verzehrt. Die Methode der Fischzucht haben im Mittelalter Zisterzienser-Mönche entwickelt. Seitdem hat sich wenig geändert. Rund 6.000 Tonnen fangfrische Oberpfälzer Karpfen landen dieses Jahr wieder als „Karpfen blau“ oder als gebackene Variante auf den Tellern.

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